FUCK-UPS: DIE GRÖSSTEN FEHLER, DIE WIR BEI DER GRÜNDUNG GEMACHT HABEN

Bei unserer Gründung gab es ziemlich viele Fehler. Lycka ist aus unserer ersten Gründung heraus entstanden, parallel zu Uni und Job und mit sehr viel Leidenschaft - aber ebenso vielen Problemen. Dies ist eine unvollständige Liste der Fehler, die wir bisher gemacht haben.

Diese Fehler sind immer situativ. Die Liste zeigt, dass es kein Patentrezept gibt. Niemand hat unsere Firma vor uns aufgebaut. Das was für die Jungs von MyMuesli funktioniert hat, muss für uns nicht funktionieren, genauso wie das was für uns funktioniert für niemand anderen funktionieren muss.  Die Umstände sind immer einzigartig, weil es die Kombination von Idee und Gründern nur einmal gibt. Die Methodik, die uns vor vielen Fehlern bewahrt hat, ist die des Disciplined Entrepreneurships von Bill Aulet.

 

UNSERE GESAMMELTEN FUCK-UPS:

  • Wir haben unsere Werte und unser Erfolgsbild, wo wir in fünf oder zehn Jahren sein wollen, als Gründer nicht von Anfang an gemeinsam bestimmt.
  • Wir haben zu früh zu viel Geld von Investoren eingesammelt.
  • Wir haben teilweise zu spät zu wenig Geld von Investoren eingesammelt.
  • Wir haben einen Investor investieren lassen, der nicht unsere Werte teilte.
  • Wir haben die falschen Mitarbeiter zu früh eingestellt und mussten deshalb wieder kündigen.
  • Wir haben uns nicht genug auf die wichtigsten Vertriebskanäle fokussiert.
  • Wir haben uns zu wenig mit wichtigen Details beschäftigt, was uns hinterher viel Geld gekostet hat.
  • Wir haben zu wenig auf unser Bauchgefühl gehört, insbesondere bei Personalentscheidungen und Entscheidungen zu Investoren.
  • Wir haben viel zu spät datenbasierte Entscheidungen eingeführt.

 

DAS EINZIGE, WAS WIR KONSTANT RICHTIG GEMACHT HABEN, IST, NIE AUFZUGEBEN.

Jeder einzelne der oben genannten Fuck-Ups hätte uns als Firma töten können. Wir als Gründer haben die Firma immer vor unsere Egos gestellt und dadurch viele Themen gelöst. Gleichzeitig habe ich immer an der Vision festgehalten und war nie bereit, die Firma aufzugeben. Auch in Situationen, in denen es augenscheinlich ziemlich hoffnungslos war. So hat einer unserer Business Angels uns angedroht, uns auf Schadensersatz zu verklagen. Warum haben wir bis heute nicht verstanden, aber weil er nichts mehr unterschreiben wollte, hätten wir fast kein weiteres Geld einsammeln können und wären daran gescheitert.

Bis heute sind wir konstant in einem Kampf ums Überleben. Der Lebensmittelmarkt ist hart und jedes Jahr entscheidet sich aufs Neue ob eine REWE oder EDEKA unsere Produkte auslistet. Wir können auch jetzt noch innerhalb der nächsten Monate pleite gehen.

Die Lektionen, die wir auf dem Weg gelernt haben, helfen uns, das hoffentlich nicht zu tun.

 

Den Fokus auf die wesentlichen Dinge, das Vertrauen in das eigene Bauchgefühl und die klare Orientierung, warum wir tun, was wir tun.


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