WARUM GERADE SCHULMAHLZEITEN?

Bildung ist die Basis für wirtschaftlichen Erfolg. Da viele Menschen in Burundi als Kleinbauern nur so viel erwirtschaften, wie sie für sich und ihre Familile brauchen, werden Kinder, insbesondere Mädchen, oft nicht in die Schule geschickt, damit sie bei den Anbau- und Erntearbeiten helfen.

 

Dies schafft einen negativen Zyklus:

Die Kinder werden nicht in die Schule geschickt

> das Bildungsniveau bleibt niedrig

> wenige berufliche Chancen

> Kinder werden nicht in die Schule geschickt

 

Diese Darstellung ist natürlich sehr sehr simpel, trotzdem veranschaulicht sie ein grundlegendes Problem, welches sich durch Entwicklungszusammenarbeit sehr sinnvoll lösen lässt. Wir sind fest davon überzeugt - und die Daten bestätigen dies bisher - dass wir durch das Schulspeisungs-Programm mit der Welthungerhilfe einen echten, langfristigen Unterschied machen können.

 

DAS HAT SICH BISHER VERÄNDERT:

Die Einschulungsraten in Kirundo, wo unser Projekt angesiedelt ist, sind signifikant auf 54% für Jungen und auf 52% für Mädchen gestiegen. Diese sind zwar immer noch deutlich zu gering, doch sehr positiv ist, dass die Einschulungsrate für Mädchen so sehr gestiegen ist, dass sie fast mit der für Jungen gleichgezogen hat. Frauen sind oft die wirtschaftlich treibende Kraft in Burundi und je besser die Bildung der Frauen ist, desto besser wird es langfristig der gesamten Wirtschaft gehen.

 

WAS MÖCHTEN WIR ERREICHEN?

Das Projekt in Burundi besteht aus mehreren Komponenten. Das wichtigste Ziel ist, die Versorgung der Schüler jeden Tag sicherzustellen. Des Weiteren wird bezweckt, den Eltern, die oft Kleinbauern sind, neue Anbaumethoden und neue Verdienstmöglichkeiten zu schaffen. Beide Ziele werden durch den Aufbau von Schulgärten erreicht, die einerseits die Kinder versorgen und andererseits neue Methoden vermitteln. So fangen wir jetzt gerade mit einer Pilzzucht an - Pilze sind für Kirundo ein komplett neues Gemüse, welches die Bauern aufgrund der guten Transporteigenschaften sinnvoll auf dem Markt verkaufen können. Die Schulgärten werden durch den Zukauf von Maniok unterstützt und die Eltern helfen bei der Zubereitung der Mahlzeiten in der Schule jeden Tag mit.

 

Es findet bald eine externe Evaluierung des Projekts statt und wir sind gespannt auf die Ergebnisse. Diesen Herbst fahren wir zudem selbst nach Kirundo, nachdem wir unsere Reise aufgrund politischer Unruhen in Burundi nach einem Verfassungsreferendum verschieben mussten.


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